Vergangene Ausstellungen im Museum gegenstandsfreier Kunst

Die folgenden Ausstellungen wurden in den vergangenen Jahren im Museum präsentiert.

(Kunstwerk: Ruth Campau, Bow, 2022, Acryl, 303 x 92 x 38 cm, Foto: Ruth Campau)

Ruth Campau – Colour on Brush in Space

08.03.2026 – 07.06.2026

Ruth Campau – Colour on Brush in Space

Die Ausstellung zeigt Ruth Campaus bisher größte Einzelpräsentation in Deutschland und bietet einen konzentrierten Einblick in zentrale Werkgruppen, sowie Ihre künstlerische Enwicklung.

Ruth Campau (geb. 1955) zählt zu den prägenden Positionen der zeitgenössischen gegenstandsfreien Malerei in Dänemark. Ihre Arbeiten entstehen aus einer intensiven Auseinandersetzung mit Farbe, Raum und dem Akt des Malens. Malerei versteht Campau nicht als abgeschlossenes Bild, sondern als offenen Prozess, der sich im unmittelbaren Verhältnis zwischen Werk, Architektur und Betrachtenden entfaltet.

Charakteristisch sind ihre vertikal geführten, langgezogenen Farbspuren, die mit einer kraftvollen und zugleich präzisen Geste aufgetragen
werden. Diese Setzungen strukturieren den Raum, reagieren auf architektonische Gegebenheiten und verändern je nach Standpunkt die Wahrnehmung von Farbe und Form.

Im Erdgeschoss entsteht eine begehbare, ortsspezifische Installation mit Campaus charakteristischen, vertikal geführten, gestischen Pinselspuren auf Mylar (Polyesterfolie). Das dünne, flexible Material reagiert sensibel auf Berührung und gerät leicht in Bewegung. Dadurch wird die körperliche Präsenz der Betrachtenden Teil der Wahrnehmung. Mit
dem Standpunkt verändern sich die Farbkombinationen, sodass die räumliche Dimension von Campaus Arbeit mit Farbe unmittelbar erfahrbar
wird. Im Obergeschoss wird die Vielschichtigkeit ihrer Acrylmalerei sichtbar: von einer kraftvollen, orangefarbenen Bodenarbeit über hängende Farbelemente bis hin zu Kolorit auf Spiegeln.

Campau lebt und arbeitet in Kopenhagen. Ihre Werke befinden sich in bedeutenden öffentlichen Sammlungen in Dänemark, Deutschland und Schweden, darunter ARKEN – Museum of Contemporary Art, das KUNSTEN Museum of Modern Art Aalborg und das Malmö Art Museum. 2020 wurde sie mit dem lebenslangen Ehrenstipendium des Statens Kunstfond ausgezeichnet, der auch diese Ausstellung großzügig fördert. Die Ausstellung lädt dazu ein, Farbe als räumliches, sich wandelndes Erlebnis zu entdecken – immer neu, immer abhängig vom eigenen Standpunkt.


Öffnungszeiten

Mittwoch bis Sonntag: 11–17 Uhr

Ort:

Museum gegenstandsfreier Kunst
Marktstraße 10, 21762 Otterndorf
Fon: +49 4751 / 979999
Instagram: @museum.gegenstandsfreier.kunst
www.mgk-otterndorf.de

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(Bild: Márton Nemes, Metropolitan Baroque, Aluminium, wasserstrahlgeschnittenes Aluminium, Autolack, lichtreflektierendes Vinyl, lasergeschnittenes Plexiglas, Acryl, Leinwand, Holz, 80 x 60 cm, 2020, Foto: Volker Renner)

Márton Nemes – Metropolitan Baroque

23.11.2025 – 22.02.2026

Mit Metropolitan Baroque präsentiert das Museum gegenstandsfreier Kunst die erste deutsche Museumsausstellung des international renommierten ungarischen Künstlers Márton Nemes (*1986, Székesfehérvár, Ungarn). Der in New York und Budapest lebende Künstler gilt als eine der innovativsten Stimmen der zeitgenössischen abstrakten Kunst. Nach seinem vielbeachteten Beitrag im Ungarischen Pavillon der Biennale di Venezia 2024 zeigt das MgK nun einen umfassenden Einblick in sein energiegeladenes, multimediales Œuvre.

Nemes verbindet Malerei, Skulptur, Installation, Licht und Sound zu vibrierenden Raumkompositionen, die Einflüsse urbaner Architektur, Techno-Kultur und digitaler Bildwelten aufgreifen. Seine Werke leuchten, reflektieren und pulsieren – sie transformieren digitale Ästhetiken und analoge Gesten in immersive, körperlich erfahrbare Bildräume. Metropolitan Baroque thematisiert die Verbindung von urbaner Energie und barocker Opulenz, von Clubkultur und spiritueller Intensität.

Die Ausstellung zeigt eine nachvollziehbare künstlerische Entwicklung von 2020 bis heute – hin zu intensiveren Farbräumen, komplexeren Materialschichtungen und immersiven Installationen. Mehrere neue Werke wurden eigens für die Präsentation in Otterndorf realisiert.

Márton Nemes studierte Malerei in Budapest und schloss mit einem MFA am Chelsea College of Arts London ab. Seine Arbeiten wurden u. a. im Ludwig Museum Budapest, in der Marc Straus Gallery New York, in der Walter Storms Galerie München und in der Double Q Gallery Hongkong gezeigt. 2019 erhielt er den Esterházy Kunstpreis. Werke von ihm befinden sich in renommierten Sammlungen wie dem Kunstpalast Düsseldorf, dem Ludwig Museum Budapest dem MODEM und der Kunstsammlung der Ungarischen Nationalbank.

Márton Nemes’ Einzelausstellung Metropolitan Baroque präsentiert eine große multisensorische Installation sowie eine neue Werkserie von Gemälden mit mundgeblasenen Glaselementen. Obwohl Nemes’ Kunst im Kern malereibasiert ist, hat seine Abkehr von der traditionellen Bildfläche zu einer radikalen dreidimensionalen Erweiterung geführt. Die Installation und der Überblick über frühere Arbeiten verweisen auf meditative Praktiken und Spiritualität ebenso wie Techno-Subkulturen und urbane Lebensräume.

Metropolitan Baroque beschreibt die Verschmelzung zweier Welten: der pulsierenden, von Werbescreens, Lichtern und Bewegung bestimmten Metropolen sowie der barocken Idee, verschiedene Kunstformen zu einer dynamischen Einheit zu verbinden. Nemes greift die ästhetischen Eindrücke urbaner Lichtlandschaften und die Energie von Techno-Clubs mit ihren Laser- und Lichtshows auf. Zugleich knüpft er an das Barock an, in dem Malerei, Skulptur, Architektur und Musik ineinanderfließen.

Parallel zur Ausstellung steht im Foyer der Weser-Elbe-Sparkasse Bremerhaven eine raumgreifende Skulptur des Künstlers.

Die Ausstellung wird großzügig von der Niedersächsischen Sparkassenstiftung, der Weser-Elbe Sparkasse Kulturstiftung und dem Landschaftsverband Stade unterstützt.

Kuratiert von Wilko Austermann und Hanna Claris

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(Bild: Fritz Klingbeil 3583, 1985 Öl auf Leinwand, 27 x 27 cm, Schenkung an den Förderverein MgK 2025, Foto: Volker Renner)

„Reduktion auf das Wesentliche“

Schenkung Fritz Klingbeil und Sammlung des MgK

12.10.2025 – 09.11.2025

 

Mit der Ausstellung „Reduktion auf das Wesentliche“ präsentiert das Museum gegenstandsfreier Kunst (MgK) Otterndorf eine Zusammenstellung zentraler Positionen der gegenstandsfreien Kunst. Ausgangspunkt ist die großzügige Schenkung von sechs Werken des Künstlers Fritz Klingbeil (1936–2023) an den Förderverein des Museums, die in einen breiteren Sammlungszusammenhang eingebettet wird. Neben den Klingbeil-Arbeiten werden Werke von Künstler:innen wie Kirstin Arndt, Cornelia Baltes, Gloria Brand, Berta Fischer, Klaus Staudt, Bridget Riley, Vera Molnar und weiteren präsentiert. Damit spannt die Ausstellung einen Bogen von den konstruktiven Avantgarden der 1960er-Jahre bis zu aktuellen Tendenzen der gegenstandsfreien Kunst.

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Abstrakte Welten – 100 Jahre GRIFFELKUNST

 

Abstrakte Welten – 100 Jahre GRIFFELKUNST

Museum gegenstandsfreier Kunst und Galerie in der Stadtscheune Otterndorf

Abstrakte Welten – 100 Jahre GRIFFELKUNST


Anlässlich des 100-jährigen Bestehens der Griffelkunst-Vereinigung Hamburg e.V. zeigt das Museum gegenstandsfreier Kunst in Zusammenarbeit mit der Griffelkunst-Ausstellungsgruppe Otterndorf eine umfangreiche Retrospektive zur gegenstandsfreien Druckgrafik. Die Ausstellung Abstrakte Welten – 100 Jahre GRIFFELKUNST bietet einen Überblick über die künstlerische und technische Entwicklung dieser Kunstform im Zeitraum von 1925 bis 2025.

Die Präsentation ist auf zwei Ausstellungsorte verteilt:

In der Galerie in der Stadtscheune werden historische Grafiken aus den 1960er- und 1970er-Jahren gezeigt, die durch den Kontrast von linearer Gestaltung und freier Formgebung geprägt sind.

Im Museum gegenstandsfreier Kunst liegt der Fokus auf thematisch geordneten Arbeiten, die ein breites Spektrum grafischer Ausdrucksformen abbilden – darunter lineare Grafiken, abstrakte Fotografie, serielle Konzepte, digitale Verfahren sowie zeitgenössische Holzschnitte.

Die 1925 gegründete Griffelkunst-Vereinigung Hamburg e.V. verfolgt das Ziel, originale Druckgrafik einem breiten Publikum zugänglich zu machen. Zweimal jährlich werden neue Editionen herausgegeben, in denen Werke etablierter Künstler:innen ebenso vertreten sind wie Positionen jüngerer Generationen. Dabei kommen verschiedene Drucktechniken zum Einsatz, etwa Lithografie, Radierung, Siebdruck oder fotografische und digitale Verfahren.

Die Ausstellung dokumentiert die Vielfalt der Techniken ebenso wie die stilistischen Entwicklungen im Bereich der gegenstandsfreien Grafik und stellt zentrale künstlerische Positionen der vergangenen 100 Jahre vor.

Künstler:innen:

Getulio Alviani, Agathe de Bailliencourt, Lucie Beppler, Max Bill, Heiner Blumenthal, Martin Boyce, Birgit Brandis, Kerstin Brätsch, Fernando de Brito, Richard Deacon, Jan Paul Evers, Pius Fox, Heinz Gappmayr, Rupprecht Geiger, Ina Geißler, Anna Grath, Henriette Grahnert, Sebastian Hammwöhner, Toulu Hassani, Arturo Herrera, Katharina Hinsberg, Olaf Holzapfel, Franziska Holstein, Dani Jakob, Olav Christopher Jenssen, Hubert Kiecol, Paco Knöller, Caroline Kryzecki, Benedikt Leonhardt, Margarete Lindau, Michel Majerus, Almir Da Silva Mavignier, Hansjörg Mayer, Bärbel Messmann, Heinrich Modersohn, László Moholy-Nagy, Ellen Möckel, Bastian Muhr, Matt Mullican, Kazuki Nakahara, Martin Noël, Irina Ojovan, Ciara Phillips, Sigmar Polke, Heinz-Günter Prager, Gesa Puell, Thomas & Renée Rapedius, Volker Renner, Jaroslav Rössler, Fred Sandback, Nora Schattauer, Thomas Scheibitz, Toni Schneiders, Heidi Specker, Claus Georg Stabe, Timm Ulrichs, Ignacio Uriarte, Jorinde Voigt, Gabriel Vormstein, Christopher Wool, Jerry Zeniuk

Anna-Maria Bogner – ENDLESS UNFOLDING


Die österreichische Künstlerin Anna-Maria Bogner (geb. 1984, Tirol) schafft minimalistische Rauminterventionen, die unsere Wahrnehmung herausfordern. Mit klaren Linien, präzisen Setzungen und einem ausgeprägten Gespür für den jeweiligen Ort verwandelt sie das Erdgeschoss des Museums in ein offenes Feld der Bewegung, Reflexion und Begegnung.

Ihre Arbeiten hinterfragen Raum nicht nur als physische Struktur, sondern als kulturelles und soziales Gefüge. Sie verschiebt Perspektiven, öffnet Zwischenräume und lässt Grenzen zwischen Werk, Betrachtenden und Architektur verschwimmen. Raum wird bei Bogner zu einem Kommunikationssystem – aktiv, durchlässig, lebendig. In ihrer formalen Sprache knüpft sie an die Konkrete Kunst an, überschreitet deren Prinzipien jedoch zugunsten einer ortsbezogenen Offenheit, in der Zeichnung, Objekt und Installation miteinander verschmelzen.

Bogner studierte Bildende Kunst an der Akademie der bildenden Künste Wien, wo sie sich intensiv mit Raum, Architektur und Wahrnehmung auseinandersetzte. Ihre interdisziplinäre Herangehensweise verbindet konzeptuelle Präzision mit physischer Erfahrung. Internationale Ausstellungen führten sie u. a. nach Deutschland, Ukraine, China, die Niederlande, Argentinien und die USA. Für ihre Arbeiten wurde sie mehrfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem RLB Kunstpreis 2022 und dem Förderpreis der Stiftung Kunstfonds 2024. Sie lebt und arbeitet in Düsseldorf.

 

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(Bild: Stefan Reiterer, Template VII, Öl auf MDF, 190 x 176 x 2 cm, 2022, Foto: Volker Renner)

Stefan Reiterer-Inflection Point

Stefan Reiterer – Inflection Point
11. Mai – 10. August 2025
Museum gegenstandsfreier Kunst, Otterndorf

Der österreichische Künstler Stefan Reiterer (*1988) zeigt in seiner ersten institutionellen Einzelausstellung in Deutschland raumgreifende Arbeiten, die digitale und analoge Techniken und Bilder eindrucksvoll miteinander verbinden.

Die Ausstellung im MgK umfasst sowohl neue Produktionen als auch einen Überblick über frühere Arbeiten und gibt Einblick in die Werkentwicklung des Künstlers. Reiterer arbeitet mit digitalen Mitteln wie 3D-Drucken, die er anschließend analog bemalt. So entsteht ein spannendes Wechselspiel zwischen dem sichtbar handgemalten Bild und seinem digitalen Ursprung - die Grenzen zwischen realer Präsenz und virtueller Konstruktion werden bewusst durchlässig. Für die Ausstellung realisiert der Künstler auf beiden Etagen eine großflächige begehbare Malerei, die den gesamten Boden der Räume einnimmt. Malerei auf Leinwand, skulpturale Objekte und textile Elemente verwandeln den Raum in ein visuelles Feld, in dem Abstraktion, Architektur und Bildraum ineinander greifen.

Der Ausstellungstitel Inflection Point – zu Deutsch „Wendepunkt“ – verweist auf den Moment einer grundlegenden Veränderung: ein Kipppunkt, an dem sich Perspektiven verschieben, Systeme instabil werden oder neue Richtungen entstehen. Vor diesem Hintergrund eröffnen Reiterers Arbeiten einen kritischen und zugleich poetischen Blick auf unsere zunehmend instabile, mediatisierte Welt.

Die Ausstellung entsteht in Zusammenarbeit mit Phileas – The Austrian Office for Contemporary Art. Wir danken herzlich für die großzügige Unterstützung.

Die Ausstellung entsteht in Zusammenarbeit mit Phileas – The Austrian Office for Contemporary Art. Für die großzügige Unterstützung danken wir herzlich.

Ort:

Museum gegenstandsfreier Kunst
Marktstraße 10, 21762 Otterndorf
Fon: +49 4751 / 979999
Instagram: @museum.gegenstandsfreier.kunst
www.mgk-otterndorf.de

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Plastik: Berta Fischer, Ayallukris, 2025, Acrylglas und PET Folie mit freundlicher Genehmigung der Künstlerin, Karin Guenther, Hamburg and Trautwein Herleth, Berlin, Foto: Roman März

Berta Fischer – Museum gegenstandsfreier Kunst

Berta Fischer – Museum gegenstandsfreier Kunst 15.02 - 27.04.2025

Das Museum gegenstandsfreier Kunst in Otterndorf freut sich, die Ausstellung der Berliner Künstlerin Berta Fischer zu präsentieren. Die Ausstellung zeigt eine Auswahl neuer Werke, die im Dialog mit älteren Arbeiten stehen und einen besonderen Einblick in Fischers künstlerische Entwicklung bieten.

Berta Fischer (geb. 1973 in Düsseldorf) hat mit ihren transparenten, schwebenden Skulpturen aus farbigem Acrylglas und glänzenden Kunststofffolien eine unverkennbare künstlerische Sprache entwickelt. Ihre Werke, die sie in Berlin konzipiert und realisiert, zeichnen sich durch die Verbindung präziser CAD-Entwürfe mit handgeformten Details aus. Sie spielen mit Licht und Reflexion und changieren dabei zwischen biomorphen und kristallinen Formen. Fischers Skulpturen definieren den Raum dynamisch neu und machen die Veränderlichkeit von Form und Material auf faszinierende Weise erfahrbar. Ein zentraler Aspekt ihrer künstlerischen Praxis ist die Übersetzung von Farbe in räumliche Dimensionen.

Berta Fischers Skulpturen zeichnen sich durch ihre innovative Nutzung von transparenten und fluoreszierenden Kunststoffen aus. Ihre Werke integrieren den Raum auf eine Weise, die die Betrachtenden optisch herausfordert. Sie überschreiten die Grenze zwischen Kunstwerk und Umgebung und erzeugen eine immersive Wirkung. Die oft im Raum schwebenden Skulpturen entwickeln eine dynamische Präsenz, die sich je nach Licht und Perspektive ständig verändert und die Wahrnehmung der Betrachtenden intensiviert.

Im Zentrum der Ausstellung stehen polychrome Acrylglasarbeiten, die durch ihre lebendige Farbigkeit und die präzise Formgebung eine fließende, organische Struktur entfalten. Durch die Verwendung von fluoreszierenden Farben und reflektierenden Materialien entsteht eine besondere Wechselwirkung zwischen Kunstwerk und Raum, die den Raum mit Farbe und Licht auflädt. Diese Werke fesseln den Blick und schaffen ein visuelles Erlebnis, das die Wahrnehmung der Betrachtenden kontinuierlich herausfordert und immer wieder neue Perspektiven eröffnet.

Neben den neuen Arbeiten gibt die Ausstellung auch einen Einblick in Berta Fischers frühes Werk. Ihre frühen Skulpturen zeichnen sich durch eine monochrome Farbgebung und eine Reduktion der Formvielfalt aus. Die reduzierten geometrischen Formen erzeugen eine kraftvolle Spannung zwischen statischer Struktur und dynamischer Bewegung. Im Laufe der Zeit öffnete sich Fischers Praxis einer organischen, fließenden Formensprache, die zunehmend mit Licht und Farbe spielt und eine noch intensivere Wechselwirkung mit dem Raum ermöglicht.

Berta Fischers Skulpturen überschreiten die Grenzen traditioneller Plastik, indem sie den Raum als integralen Bestandteil des Kunstwerks begreifen. Ihre Werke sind nicht nur physische Objekte, sondern entwickeln sich ständig weiter, indem sie mit ihrer Umgebung und den Betrachtern in Dialog treten. Diese einzigartige Verschmelzung von Form, Raum und Licht setzt neue Maßstäbe in der aktuellen Kunst.

In den vergangenen Jahren wurden Fischers Werke in bedeutenden internationalen Institutionen präsentiert. Hervorzuheben sind die Ausstellung im Skulpturenpark Waldfrieden in Wuppertal (2024), die Präsentation in der Schirn Kunsthalle Frankfurt (2023) sowie die umfassende Werkschau im SCAD Museum of Art in Savannah, USA (2019). Ihre Arbeiten sind Teil bedeutender Sammlungen wie des Museum Ludwig in Köln und des Migros Museum für Gegenwartskunst in Zürich sowie privater Sammlungen in Nordamerika und Europa. Neben ihrer künstlerischen Tätigkeit leitet sie die renommierte Konrad Fischer Galerie, die international für ihre bedeutenden Beiträge zur zeitgenössischen Kunst bekannt ist.

Ort:

Museum gegenstandsfreier Kunst
Marktstraße 10, 21762 Otterndorf
Fon: +49 4751 / 979999
Instagram: @museum.gegenstandsfreier.kunst
www.mgk-otterndorf.de

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(Bild: Sabrina Podemski, untitled (speed will tear us apart), 2024, Öl auf Nessel, 150 x 110 cm, 35 x 30 cm)

Sabrina Podemski

repeat, not return

Sabrina Podemski (*1990, Herdecke) lebt und arbeitet in Düsseldorf. Ihre Kunst bewegt sich zwischen Malerei, Skulptur und Installation, mit einem Fokus auf der Verbindung von analoger und digitaler Materialität. In ihren Arbeiten untersucht sie die Grenzen zwischen Bild und Objekt sowie zwischen materieller und immaterieller Realität.

Für ihre erste institutionelle Einzelausstellung „repeat, not return“ im Museum gegenstandsfreier Kunst 2024 greift sie die historische Nutzung des Gebäudes auf und verwandelt es in eine raumgreifende, ortsspezifische Installation. Hängende, spiegelnde Objekte schaffen ein immersives Gesamtkunstwerk, das Bewegung, Geschwindigkeit und Vervielfältigung von Bildern thematisiert. Dabei hinterfragt Podemski die Beziehung von Original, Kopie und Fragment und löst die Grenze zwischen Werk und Raum auf.


Museum gegenstandsfreier Kunst
Dienstag bis Freitag 10 - 13 Uhr  / 15 - 18 Uhr
Samstag und Sonntag 15 - 18 Uhr

Das Museum ist geschlossen am 24.12., 25.12., 26.12. und 31.12.2024

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Irina Ojovan, -Profile N141- 2024, oil on paper - aluminium frame 41,5x31,5cm

50 Jahre Museum gegenstandsfreier Kunst

Sieben explorative Perspektiven auf die Sammlung

Cornelia Baltes, Birte Bosse, Conrad, Simon Halfmeyer, Anna Leonhardt
Irina Ojovan, Emil Walde

Sieben explorative Perspektiven auf die Sammlung des Museums gegenstandsfreier Kunst, mit Cornelia Baltes, Birte Bosse, Conrad, Simon Halfmeyer, Anna Leonhardt, Irina Ojovan und Emil Walde. Die Jubiläumsausstellung kann kostenfrei vom 20. Juli bis 13. Oktober 2024 im Museum gegenstandsfreier Kunst in der Marktstraße 10 sowie in der Galerie der Stadtscheune, Sackstraße 4-7 in 21762 Otterndorf besucht werden.

 

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Visual Fragment, Florian Lechner 2024 © VG Bild-Kunst, Bonn 2024, Abb. Studio Lechner

Florian Lechner

rauschen

14.04.2024 - 16.06.2024

Florian Lechner nutzt in seiner Ausstellung „rauschen“ die Räume des MgK zur bildhauerischen Befragung von Konventionen und dessen, was wir als unsere Realität benennen.

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Gefährten

19.11.2023 - 17.03.2024

Nach 32 Jahren, 111 kuratierten Ausstellungen, 82 Katalogen, 3 Umbauten und einer Namensänderung des Museums, verlässt Dr. Ulrike Schick das Museum gegenstandsfreier Kunst in ihre „Dauerferien“.

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