(Bild: Chris Dorland Untitled (necro techno), 2024, Acrylpolymer, Pigment, Gesso,
UV-Beschichtung mit Aluminium-Keilrahmen auf Leinen, 213,4 x 182,9 cm, Foto: New Document)
Chris Dorland – Chrome Shelter 28. Juni – 4. Oktober 2026
Mit Chris Dorland präsentiert das Museum die erste institutionelle Einzelausstellung des Künstlers in Europa.
Mit Chrome Shelterzeigt das Museum gegenstandsfreier Kunst eine Ausstellung an der Schnittstelle von Malerei, digitaler Bildproduktion und raumbezogener Installation.
Chris Dorland (geb. 1978 in Montreal, Kanada; lebt in New York, USA) zählt zu den international prägenden Positionen einer Malerei, die digitale Prozesse und materielle Oberflächen miteinander verbindet. Seine Arbeiten befinden sich unter anderem in Sammlungen wie dem Whitney Museum of American Art und wurden international ausgestellt.
Ausgehend von Verfahren wie Scanning, Bildkompression und algorithmischen Störungen entwickelt Dorland hybride Bildwelten, in denen sich malerische Gesten, industrielle Materialien und digitale Artefakte überlagern. Seine Werke reflektieren die Ambivalenz technologischer Systeme – zwischen Kontrolle, Instabilität und permanenter Transformation.
Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen Werkgruppen wie Alumacores und Screenscrapes sowie eine neu entwickelte Videoarbeit. Ergänzt wird die Präsentation durch ein raumgreifendes Ausstellungskonzept mit reflektierenden Oberflächen, architektonischen Eingriffen und LED-Elementen. Der Ausstellungsraum wird dabei selbst Teil der künstlerischen Arbeit und als dynamisches Zusammenspiel von Licht, Oberfläche und Spiegelung erfahrbar.
Der Titel Chrome Shelter beschreibt eine zugleich schützende und fragile Struktur: eine Oberfläche, die Stabilität suggeriert, während Störungen und Fragmentierungen sichtbar bleiben. Dorlands Arbeiten führen die Tradition der gegenstandsfreien Malerei konsequent in die visuelle Logik der digitalen Gegenwart fort.
Begleitend zur Ausstellung werden derzeit Werke aus der Sammlung des Museum gegenstandsfreier Kunst von Ruth Campau, Pia Fries, Gary Kuehn, Walter Leblanc, Heinz Mack, Judy Millar, Vera Molnar, Márton Nemes, Martijn Schuppers, Elisabeth Sonneck und Esther Stocker präsentiert.
Unser besonderer Dank gilt den Stiftungen und Fördernden, die dieses Projekt großzügig unterstützen: der Niedersächsischen Sparkassenstiftung, der Kulturstiftung Weser-Elbe Sparkasse, der EWE Stiftung, dem Förderverein Museum gegenstandsfreier Kunst e.V. sowie der Vertretung der Regierung von Qúebec in Berlin.