Márton Nemes – Metropolitan Baroque
23.11.2025 – 22.02.2026
Mit Metropolitan Baroque präsentiert das Museum gegenstandsfreier Kunst die erste deutsche Museumsausstellung des international renommierten ungarischen Künstlers Márton Nemes (*1986, Székesfehérvár, Ungarn). Der in New York und Budapest lebende Künstler gilt als eine der innovativsten Stimmen der zeitgenössischen abstrakten Kunst. Nach seinem vielbeachteten Beitrag im Ungarischen Pavillon der Biennale di Venezia 2024 zeigt das MgK nun einen umfassenden Einblick in sein energiegeladenes, multimediales Œuvre.
Nemes verbindet Malerei, Skulptur, Installation, Licht und Sound zu vibrierenden Raumkompositionen, die Einflüsse urbaner Architektur, Techno-Kultur und digitaler Bildwelten aufgreifen. Seine Werke leuchten, reflektieren und pulsieren – sie transformieren digitale Ästhetiken und analoge Gesten in immersive, körperlich erfahrbare Bildräume. Metropolitan Baroque thematisiert die Verbindung von urbaner Energie und barocker Opulenz, von Clubkultur und spiritueller Intensität.
Die Ausstellung zeigt eine nachvollziehbare künstlerische Entwicklung von 2020 bis heute – hin zu intensiveren Farbräumen, komplexeren Materialschichtungen und immersiven Installationen. Mehrere neue Werke wurden eigens für die Präsentation in Otterndorf realisiert.
Márton Nemes studierte Malerei in Budapest und schloss mit einem MFA am Chelsea College of Arts London ab. Seine Arbeiten wurden u. a. im Ludwig Museum Budapest, in der Marc Straus Gallery New York, in der Walter Storms Galerie München und in der Double Q Gallery Hongkong gezeigt. 2019 erhielt er den Esterházy Kunstpreis. Werke von ihm befinden sich in renommierten Sammlungen wie dem Kunstpalast Düsseldorf, dem Ludwig Museum Budapest dem MODEM und der Kunstsammlung der Ungarischen Nationalbank.
Márton Nemes’ Einzelausstellung Metropolitan Baroque präsentiert eine große multisensorische Installation sowie eine neue Werkserie von Gemälden mit mundgeblasenen Glaselementen. Obwohl Nemes’ Kunst im Kern malereibasiert ist, hat seine Abkehr von der traditionellen Bildfläche zu einer radikalen dreidimensionalen Erweiterung geführt. Die Installation und der Überblick über frühere Arbeiten verweisen auf meditative Praktiken und Spiritualität ebenso wie Techno-Subkulturen und urbane Lebensräume.
Metropolitan Baroque beschreibt die Verschmelzung zweier Welten: der pulsierenden, von Werbescreens, Lichtern und Bewegung bestimmten Metropolen sowie der barocken Idee, verschiedene Kunstformen zu einer dynamischen Einheit zu verbinden. Nemes greift die ästhetischen Eindrücke urbaner Lichtlandschaften und die Energie von Techno-Clubs mit ihren Laser- und Lichtshows auf. Zugleich knüpft er an das Barock an, in dem Malerei, Skulptur, Architektur und Musik ineinanderfließen.
Parallel zur Ausstellung steht im Foyer der Weser-Elbe-Sparkasse Bremerhaven eine raumgreifende Skulptur des Künstlers.
Die Ausstellung wird großzügig von der Niedersächsischen Sparkassenstiftung, der Weser-Elbe Sparkasse Kulturstiftung und dem Landschaftsverband Stade unterstützt.
Kuratiert von Wilko Austermann und Hanna Claris